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Social Trading und Copy Trading

Social Trading Plattformen ermöglichen es die Handlungen erfolgreicher Trader zu kopieren. Ein Beispiel für ein solches Social-Trading-Portal, bei dem Copy Trading möglich gemacht wird, ist eToro.

Der wichtigste Vorteil des Social Tradings ist, dass nicht selbst Investmentstrategien entwickelt werden müssen, sondern erfolgreiche Trader nachgebildet werden können. Dieser Vorgang wird als Copy Trading bezeichnet. Welche Vor- und Nachteile Social Trading wie jenes von eToro sonst bietet, habe ich in diesem Beitrag für dich zusammengefasst.

Social Trading Plattformen

Der Grundgedanke des Social Tradings sieht folgendermaßen aus: Du selbst hast vielleicht Basiswissen rund um die Börse und Investments, aber willst nicht viel Zeit aufwenden, um dein Portfolio aufzubauen. Meiner Meinung nach ist dann der richtige Weg, auf ETFs als Anlageform zu setzen.

Allerdings bieten Social Trading Plattformen dazu eine Alternative. Bei ihnen ist es möglich, dass du dir die Performance etablierter Trader*innen (vergebt mir, dass ich nicht immer auf das korrekte Gendern achte, es gibt selbstverständlich fantastische Traderinnen und Trader) ansehen kannst. Basierend darauf, welche Investmentstrategie dir gefällt und wer dich überzeugt, kannst du in weiterer Folge das Investmentverhalten der jeweiligen Person kopieren.

Dein Kapital wird also genauso investiert, wie sich die Person verhält, der du, basierend auf dem derzeitigen Portfolio und der historischen Entwicklung, vertraust. Der Grundgedanke geht also auch dahin, dass du nicht auf die Anlagestrategien von Investmentbanken oder gemanagten Fonds vertraust, sondern auf individuelle Personen.

Social Trading bei eToro

eToro zählt zu den führenden Social Trading Portalen weltweit und ist in über 20 Sprachen verfügbar. Auf eToro kann entweder klassisch getradet werden oder du setzt auf das beschriebene Format des Social Tradings. Es können viele Märkte gehandelt werden und der Aufbau der Website ist sehr einfach. Die intuitive Bedienung sorgt dafür, dass auch Anfänger sich hier schnell zurechtfinden.

Wichtig ist, egal bei welcher Social Trading Plattform du dich anmeldest, dass du im Hinterkopf behältst, dass Daytrading ohne Expertise sinnlos ist. Lass dich nicht von Videos vermeintlich erfolgreicher Daytrader beeinflussen, die erzählen, wie einfach alles funktioniert. Meistens ist es am Ende so, dass sie dir ihre großen, geheimen Strategien mit einem teuren Seminar verkaufen möchten. Finger weg!

Wer hingegen wirklich von der Expertise anderer profitieren möchte, kann Copy Trading andenken. Die Idee dahinter ist, dass Social Trading Plattformen wie eToro es ermöglichen, das Investment-Verhalten anderer zu kopieren.

Wie funktioniert Copy Trading?

Kritisch anzumerken ist: historischer Erfolg eines Traders ist keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Die Nachbildung erfolgt bei Wikifolio beispielsweise über ein eigenes Zertifikat. Bei eToro hingegen wird kein eigenes Produkt aufgelegt. Stattdessen ist es so, dass einem Trader gefolgt wird und die Orders, die er vollzieht, werden exakt nachgebildet. Der Übertrag erfolgt im prozentuellen Verhältnis der Depots. Angenommen der Trader handelt selbst mit einem Portfolio, das fünf Mal so viel Kapital beinhaltet als dein eigenes Depot, so wird ein neuer Trade im selben Verhältnis für dein Portfolio durchgeführt, abhängig davon, wie viel Kapital du deinem Portfolio zugerechnet hast. Durch diesen Ablauf wird auch klar, woher der Name Copy Trading stammt.

Copy Trading – Vorteile und Nachteile

Während die meisten Menschen beim Daytrading und generell an der Börse weniger erfolgreich sind, gibt es einzelne, die besonders gute Ergebnisse erzielen. Durch Copy Trading auf Social Trading Plattformen wie eToro ist es möglich, genau so zu agieren, wie es eine bislang überzeugende, erfolgreiche Person tut. Die Expertise wird quasi zum Allgemeinwissen, was fast schon ein kommunistischer Zug innerhalb dieser kapitalistischen Thematik ist. Umgekehrt gibt es entsprechende Gebühren, womit wir doch wieder im Kapitalismus angekommen sind.

Selbstverständlich gibt es auch kritische Aspekte dieser Entwicklung: Die historische Performance sagt nichts über zukünftige Erträge aus. Das gilt an der Börse immer, egal ob du selbst eine einzelne Aktie kaufst, breit in ETFs investierst oder via Social Trading einen erfolgreichen Trader kopierst.

Außerdem muss angemerkt werden, dass zumindest die theoretische Möglichkeit besteht, dass ein erfolgreicher Trader eine 180-Grad-Wende vollzieht und plötzlich völlig anders, beispielsweise risikoreicher als bisher, investiert. Als Schutzmaßnahme gibt es bei manche Social Trading Portalen die Option, bestimmte Finanzprodukte für das eigene Portfolio auszuschließen. Ein weiteres Gegenargument ist, dass die Traderinnen und Trader mit ihrem eigenen Geld handeln, also kein Interesse daran haben, schlechte Trades einzugehen.

Copy Trading und FIRE-Movement

Wie passen nun die Idee des Copy Tradings mit der FIRE-Bewegung zusammen. Von Seiten der FIRE-Community wird oft die 4-Prozent-Regeln ins Spiel gebracht. Diese beinhaltet auch die Aussage, dass – vereinfacht gesagt – genug Kapital vorhanden sein muss, das mit einer Rendite von vier Prozent veranlagt wird, sodass diese Rendite die laufenden Lebenserhaltungskosten deckt. Es gilt, um FIRE zu erreichen, also einen Weg zu finden, wie stetig über 4 Prozent Rendite erzielt werden.

Dabei sollte nicht alles auf eine Karte gesetzt werden, sondern ein guter Mix an Investments sorgt für Diversifikation und somit entsprechend gestreutes Risiko. Social Trading und das Kopieren erfolgreicher Trader und Traderinnen kann ein Baustein der Diversifikation sein. Investments in Österreich, die über vier Prozent erzielen, sind zumindest in der derzeitigen Niedrigzinsphase nicht so einfach zu finden. Selbst Immobilien-Investments in Wien werfen, wenn eine Vollkostenrechnung angestellt wird, nicht immer konstant über vier Prozent Rendite ab. Deshalb kann zwischen Copy Trading und FIRE-Movement eine Verbindung hergestellt werden, wenn Social Trading als ein Bestandteil zur Geldanlage betrachtet wird.

Copy Trading mit eToro – Fazit

Ich persönlich finde die Idee, Crowdwissen zu nutzen und erfolgreicher Trader zu kopieren, einen spannenden Ansatz. Wichtig ist eben zu wissen, dass man sich dabei auf jemand verlässt, den man nicht kennt. Umgekehrt handelt die Person mit eigenem Geld, womit davon auszugehen ist, dass dies nach bestem Wissen und Gewissen geschieht, um den Gewinn zu maximieren. Die Spesen bei Copy Trading und Social Trading werden online manchmal kritisiert. Diesen Punkt sehe ich entspannter. Wer einfach bei der nächstgelegenen Bank ein Depot eröffnet und in Fonds investiert, kann sich auf heftige Gebühren gefasst machen. Geht es rein nach der Höhe dieser Nebenkosten, sind vermutlich ETFs mit sehr günstigen Kosten die richtige Wahl.

Für mich persönlich ist es interessanter, mir selbst nach und nach Wissen rund Trading anzueignen. Das ist zwar zeitintensiv, aber wenn es Spaß macht, wieso nicht. Wer Social Trading ausprobieren möchte, ist bei eToro aus meiner Sicht wohl gut aufgehoben – das Portal wirkt sehr übersichtlich, gut strukturiert und absolut seriös.

Am Weg Richtung finanzielle Unabhängigkeit kann Social Trading und das Kopieren erfolgreicher Trades zwar nicht die einzige Lösung sein, aber ein relevanter Bestandteil, wenn du dich mit deinen Investments breit aufstellen möchtest.

Copy Trading mit eToro – Empfehlung

Wenn du selbst überlegst Copy Trading auszuprobieren würde es mich freuen, wenn du die kostenlose Registrierung bei eToro über meinen Link hier machst, denn dann erhalte ich, wenn du dein Depot später aktiv nutzt (Anzeige), eine Vergütung, mit der ich den Betrieb dieses Blogs vorantreiben kann. Viel Erfolg!

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