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Selbstständigkeit und Lockdown

Die Selbstständigkeit – der Traum ach so vieler Menschen, die davon sprechen, aber nie ein Unternehmen gründen. Ganz ehrlich, selbstständig arbeiten hat schon mehr Spaß gemacht. Aber: an der Supermarktkasse arbeiten vermutlich auch.

Und jammern ist zwar des Wieners höchste Kunst, doch sie ist brotlos aka führt zu nichts. Es heißt also positiv denken, statt positiv getestet werden und wie das gerade jetzt, wo der nächste Lockdown näher scheint als der erste Schnee, gelingen kann, habe ich kurz zusammengefasst.

Online arbeiten während Lockdown

Während des Lockdowns online arbeiten – für manche ist das Homeoffice eine Qual, andere lieben es. Objektiv betrachtet gibt es zwei Perspektiven:

Option 1: Du bist bereits selbstständig tätig und musst dich und dein Unternehmen über Wasser halten. Je nach Branche kann das online besser oder schlechter machbar sein.

Option 2: Du bist arbeitslos, studierst gerade und willst etwas dazuverdienen oder brauchst einfach einen Nebenjob. Studentenjobs während Covid finden: keine einfache Sache. Nebeneinkünfte sind allerdings begehrt wie nie zuvor, denn gerade auch, wer in Kurzarbeit ist, stellt sich vielleicht die Frage aller Fragen: Ist es erlaubt in Kurzarbeit nebenbei anders Geld zu verdienen?

Nachdem Flyer austeilen und kellnern als Nebeneinkommen derzeit nicht die besten Optionen sind, bietet es sich an, einfach online nach Verdienstmöglichkeiten zu suchen. Wer „online Geld verdienen“ googelt, bekommt eine Menge Ergebnisse. Der Großteil ist Bullshit-Werbung im Stil von „schnell reich werden“ oder „Geld verdienen ohne Arbeit“. Solltest du das erste Mal online nach Arbeit suchen sei dir gesagt: am Strand sitzen und eine Stunde täglich den Laptop checken – so funktioniert online arbeiten leider nicht. Nein, auch nicht, wenn du einen teuren Kurs kaufst.

Selbstständig machen während Kurzarbeit

Das Modell der Kurzarbeit sieht vor, dass die Arbeitszeit massiv reduziert wird, während beinahe voller Lohnausgleich besteht. Doch nicht nur jene, die in Kurzarbeit geschickt wurden, auch Arbeitslose, hätten gerade eine große Chance. Das Arbeitslosengeld wird mit Zuschüssen aufgestockt. Ich persönlich halte genau null davon, völlig pauschal Menschen höheres Arbeitslosengeld zu zahlen. Es gibt genug offene Stellen. Der Bäcker bei mir ums Eck sucht seit Monaten eine Verkäuferin, mein eigenes Unternehmen bekommt seit Bekanntgabe, dass das Arbeitslosengeld durch Zuschüsse noch höher wird, so wenig Bewerbungen wie überhaupt noch nie.

Selbstständigkeit und finanzielle Sicherheit

Doch Kurzarbeit und finanziell attraktive Arbeitslosigkeit sind leider Fakt. Deshalb: wenn ihr euch in dieser Position befindet, nutzt diese Chance! Das wirtschaftliche Umfeld ist nicht großartig, aber das ist es auch für bestehende Unternehmer nicht. Ihr seid in der Lage, Arbeitslosengeld oder beinahe volles Gehalt in der Kurzarbeit zu bekommen. Wer da noch immer am Sofa sitzt und Netflix schaut, ist einfach nur selbst schuld. Du hast Zeit, du hast eine gewisse finanzielle Sicherheit! Andere Menschen starten neben voller Berufstätigkeit mit einem Side-Hustle-Projekt. Kurz gesagt: es gibt keine Ausreden.

Selbstständigkeit ohne hohe Kosten

Die Eintrittsbarriere für Menschen, die sich selbstständig machen möchten, ist gering. Wichtig ist, dass du dir darüber im Klaren bist, wo deine Stärken liegen. Als Freelancer kannst du dich jederzeit bei typischen Portalen wie Upwork.com anmelden. Egal ob du deutsche Texte schreiben möchtest, etwas übersetzen kannst oder sonstige Skills hast, die du dort anbieten kannst: auf Portalen wie Upwork warten Aufträge auf motivierte Menschen! Nicht alle sind großartig bezahlt, muss kritisch angemerkt werden, doch sobald du einige gute Bewertungen hast, lässt sich so online gutes Geld verdienen.

Einzelunternehmen gründen

Wer arbeitslos ist, darf in den meisten Fällen bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen. Das entspricht ca. 460 Euro pro Monat. Um selbstständige Einkünfte erzielen zu können, musst du zumindest ein Einzelunternehmen anmelden, außer du bist neuer Selbstständiger. Die Anmeldung bringt ein paar Formalitäten mit sich, ist aber schnell schaffbar. Außerdem gibt es die sogenannte „NeuFög“-Förderung, dank der bei der ersten Unternehmensgründung praktisch gar keine staatlichen Gebühren jeglicher Art anfallen.

Dazu, wie Einzelunternehmer Steuern und Sozialversicherung berechnen, habe ich einen eigenen Blogartikel verfasst. Auch anhand dieses Beitrags wirst du sehen, dass es in der Praxis nicht schwierig ist ein Einzelunternehmen zu führen.

Fazit: Selbstständigkeit starten

Wenn du nicht zu denen gehören willst, die nur jammern und Ausrede für Ausrede suche, dann komm endlich in die Gänge. Gerade der Lockdown ist eine Zeit, die sinnvoll genutzt werden sollte. Wer nur herumsitzt, darf sich von seinem Leben nichts erwarten. Es wird dir weder ein neuer Job zufliegen, noch wirst du unabhängiger – ganz im Gegenteil.

Deine persönliche Freiheit hat nichts mit dem Tragen einer Maske zu tun. Deine persönliche Freiheit beginnt damit, dass du einer Arbeit nachgehst, die dir Freude bereitet, dass du arbeitest wann und wo du willst und dass du genug verdienst, um dir keine Sorgen um deinen Lebensunterhalt machen zu müssen – ganz egal, wie die wirtschaftliche Lage gerade ist, ganz egal, welche staatlichen Hilfen es gerade gibt. Selbstständig arbeiten setzt voraus, selbstständig leben zu wollen. Alleine dieser Freiheitsdrang zu mehr Unabhängigkeit, egal ob von Staat oder Arbeitgeber, sollte Antrieb genug sein, um ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

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